Antrag: Anreize für durchmischte Quartiere – Gewerbeprämie einführen

Zahlreiche Quartiere in Hamburg zeichnen sich durch eine hohe Lebensqualität aus. Dabei ist das Nebeneinander unterschiedlicher Nutzungen Grundbestandteil dieser Quartiere. Jedoch führt der Bedarf an neuen Wohnraum und die damit einhergehende Nutzungskonkurrenz zu einer Verdrängung von Handwerkern und Gewerbetreibenden aus den Quartieren. Geeignete Flächen sind immer schwerer in der Metropole zu finden. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass in der Vergangenheit bei der Entwicklung von Konversionsflächen vor allem Wohnquartiere entstanden sind, bei denen gewerbliche Nutzungen nicht adäquat berücksichtigt wurden. Der Hamburger Senat hat diese Verdrängung in den letzten Jahren zusätzlich befördert, indem er den Bezirken für jede genehmigte Wohnung eine Prämie in Höhe von 250 Euro zugesichert hat. Damit ist die Ansiedlung von Handwerkern, Gewerbetreibenden und mittelständischen Unternehmen für einen Bezirk auf den ersten Blick unattraktiver als die Genehmigung einer zusätzlichen Wohnung.

Die Bedürfnisse der kleinen und mittelständischen Unternehmen werden bei den bezirklichen Planungen nicht hinreichend berücksichtigt. Diese Fehlanreize können dazu führen, dass die Bezirke im Zweifel eher neuen Wohnraum bevorzugen, da sie damit zusätzliche Mittel vom Senat bekommen. Dabei überwiegen die Vorteile von Wohnungsgebieten mit eingeplanten Gewerbeeinheiten. Kurze Wege zwischen Gewerbetreibenden und Kunden vermeiden unnötige Verkehre, neue Quartiere sind von Beginn an durch die Kombination von Wohnen und Arbeiten auch tagsüber belebt und wohnortnahes Gewerbe ist für die Bewohner schneller erreichbar.
Statt Wohnung- und Gewerbeflächenbedarfe in Gegensätzen zu denken und zu planen, kommt es auf eine Mischung an, die die endlichen Flächenressourcen besser nutzt. Aufgrund der Herausforderungen des Handwerks und der Gewerbetreibenden geeignete Flächen zu finden, sollte auch für die Ausweisung geeigneter Flächen den Bezirken entsprechende Prämie je genehmigter Gewerbeeinheit als Anreiz zur Förderung des Handwerks und kleiner Gewerbetreibenden zugestanden werden. Dabei muss die Höhe der Prämie von der jeweiligen Nutzfläche abhängig gemacht werden, da sich die von Handwerkern und Gewerbetreibenden nachgefragten Nutzflächen der Gewerbeeinheiten deutlich stärker unterscheiden, als dies bei Wohneinheiten üblich ist.

Hier den Antrag der FDP-Fraktion lesen.

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