Michael Kruse

Anfrage: Ausfall der IP-Telefonie der Freien und Hansestadt Hamburg (II)

Gemäß Senatsangaben in Drs. 21/5323 waren zwischen Mittwoch, dem 13.07.16, 9.15 Uhr morgens und Freitag, dem 15.07.16, 14.00 Uhr nachmittags große Teile der Next Generation Network (NGN) IP-Telefone von Dienststellen der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) ausgefallen. Auch am Montag, dem 18.07.16, kam es demnach zwischen 10.15 Uhr und 12.30 Uhr zu einem erneuten Ausfall.

Vor diesem Hintergrund fraget der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion Michael Kruse, MdHB in Kooperation mit Jennyfer Dutschke, MdHB den Senat:

1. Liegen in Dienststellen der FHH Erkenntnisse darüber vor, dass die IPTelefonie in einzelnen Dienststellen bereits am Abend des Dienstags, dem 12.07.16, zumindest zeitweise nicht verfügbar beziehungsweise ausgefallen war? Wann genau wurde der Ausfall durch eine Dienststelle der FHH erstmalig bemerkt, wann zuerst gemeldet? (Bitte Uhrzeiten angeben.) Die Supportzeit („betreuter Betrieb“) beginnt bei Dataport gemäß Anlage 1 der Drs. 21/3112 um 08.00 Uhr morgens. Call Center und User Help Desk (UHD) sind gemäß Dataport-Website sogar bereits ab 6.30 Uhr morgens besetzt.

2. Aus welchen Gründen wurde angesichts der gegebenenfalls unter Frage 1. gemachten Angaben sowie der oben genannten Zeiten und angesichts des „24/7“-Schichtbetriebs beispielsweise bei den vom Ausfall betroffenen Dienststellen Polizei und UKE gemäß Senatsangaben erst am Mittwochmorgen um 9.15 Uhr der Ausfall weiter Teile beziehungsweise zentraler Systeme der NGN-Telefonie der FHH festgestellt? Inwieweit sind die Telefone der gemäß Drs. 21/5323 betroffenen Dienststellen beispielsweise zeitversetzt nacheinander ausgefallen? Gemäß Drs. 20/10773 besteht für die zentralen Systeme der Sprachkommunikation der FHH ein Service Level Agreement (SLA) mit Dataport über eine Mindestverfügbarkeit von 99,8 Prozent „bezogen auf die Betriebszeit und den Zeitraum von einem Jahr“. Für einzelne Anschlüsse „bezogen auf die Betriebszeit und über den Zeitraum von drei Monaten“ liegt diese Mindestverfügbarkeit bei 98,5 Prozent.1

3. Auf welche Betriebszeit sind diese Mindestverfügbarkeiten jeweils bezogen? a. Wie hoch sind folglich jeweils die maximal zulässigen Zeiten, in denen in einem Dreimonatszeitraum beziehungsweise Jahreszeitraum „einzelne Anschlüsse“ beziehungsweise „zentrale Systeme“ nicht verfügbar sein dürfen, ohne gegen das jeweilige SLA zu verstoßen? b. Wie genau werden die den SLA jeweils zugrunde liegenden Zeiträume abgegrenzt? Inwieweit bezieht sich zum Beispiel der Jahreszeitraum auf ein Kalenderjahr?

4. Waren vom Ausfall der NGN-Telefonie am 13. bis 15. sowie 18.07.16 „zentrale Systeme“ im Sinne des SLA betroffen? Wenn ja, in welchem Umfang beziehungsweise mit welchem Zeitraum der Nichtverfügbarkeit? Wenn nein, inwiefern gelten die ausgefallenen Systeme aus welchen Gründen nicht als „zentral“?

5. Verfügt Dataport über eine „Leitzentrale“, die sämtliche Rechenzentren, sonstige zentrale Systeme und Infrastrukturen rund um die Uhr überwacht und bei aufkommenden Problemen oder sonstigen besonderen Vorkommnissen zeitnah eingreifen kann? Wenn nein, warum nicht?

6. Gibt es einen Alarm oder eine automatische Warnmeldung, sobald es zu Problemen beziehungsweise besonderen Vorkommnissen bei Infrastrukturen und/oder deren zentralen Systemen, die hochverfügbar sein sollen beziehungsweise müssen, kommt? Wenn ja, innerhalb jeweils welchen Zeitraums müssen dann bei jeweils welchen Vorkommnissen jeweils welche Stellen informiert und welche sonstigen Maßnahmen eingeleitet werden?

7. Gibt es zwischenzeitlich bereits erste Erkenntnisse über Ursache und Auslöser des Ausfalls? Wenn ja, welche? Wenn nein warum nicht? Bis wann sollen die Untersuchungen abgeschlossen sein?

8. Der Anlage 1 der Drs. 21/3112 ist zu entnehmen, dass zwischen dienstagabends, 19.00 Uhr, und mittwochmorgens, 06.00 Uhr, ein allgemeines reguläres Wartungsfenster liegt. Wurden innerhalb dieses Zeitfensters zwischen dem 12.07.16 und dem 13.07.16 Wartungsarbeiten an Systembestandteilen der NGN-Infrastruktur durchgeführt? Wenn ja, welcher Art? Inwieweit hängen diese gegebenenfalls mit dem Ausfall der NGN-Telefonie zusammen?

9. Befanden oder befinden sich NGN-Anschlüsse des LfV und/oder des LKA temporär oder dauerhaft innerhalb eines Clusters mit Anschlüssen beispielsweise von Hochschulen oder Bezirksämtern? Inwieweit ist diese Architektur mit LfV und LKA abgestimmt und wird ihrerseits befürwortet?

Hier die Anfrage lesen.

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