Michael Kruse

Anfrage: Von smartPORT logistics zu ChainPORT, oder: das nächste unklare ITKonzept der HPA?

Um den Hamburger Hafen auch zukünftig wettbewerbsfähig zu halten, ist der Einsatz modernster IT-Lösungen erforderlich. Unter dem Begriff smartPORT logistics (SPL) sollen durch Verwendung von IT-Lösungen Verkehrs- und Warenströme im Hamburger Hafen besser vernetzt werden. Dazu gehören Projekte wie die „intelligente Weiche“ oder smart Road. Allerdings werden Projekte im IT-Bereich von der HPA häufig angekündigt, ohne anschließend auch evaluiert zu werden. So etwa bei smartPORT logistics, bei dem nach letztem Stand nur 41 Nutzer für die SPL-App Android registriert sind, die Lkw-Speditionen unterstützen soll. Der Senat verweist in seinen Antworten darauf, dass es keine Zielzahl für die Nutzung der App gebe. Das ist offenkundig Ausdruck von fehlendem Projektmanagement. Mit der Einladung zur Pressekonferenz am 5. April 2016 hat der Senat nun verkündet: „Als Gastgeber der IAPH Welthafenkonferenz in 2015 hat die HPA zahlreiche innovative Pilotprojekte im Rahmen des SmartPORT Konzeptes umgesetzt.“ Es ist also Zeit für eine Bilanz. Auf der genannten Pressekonferenz hat Senator Horch die Gründung eines Hafennetzwerkes „ChainPORT“ bekannt gegeben. Neben Hamburg sollen sich die Häfen Busan, Singapur, Shenzhen, Los Angeles, Felixstowe und Antwerpen regelmäßig austauschen und gemeinsame Strategien bei sich verändernden Marktbedingungen entwickeln. Wofür konkret Strategien entwickelt werden sollen, blieb den Teilnehmern der Pressekonferenz auch auf Nachfrage unklar. Der Hafen von Rotterdam ist laut Auskunft des Senats auf der genannten Pressekonferenz nicht Teil von ChainPORT. Unklar ist auch, inwieweit die International Maritime Organization (IMO) eingebunden wird.

Vor diesem Hintergrund fragt der hafenpolitische Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion Michael Kruse, MdHB den Senat:

1. Wie haben sich die Nutzerzahlen der SPL-WEB-Anwendung von der SPL-App für Android seit Juli 2015 jeweils entwickelt? Bitte monatlich differenziert angeben. a. Wie hat sich der prozentuale Anteil der Speditionen, die von der ITLösung smartPORT logistics Gebrauch machen, seit Drs. 21/1084 und Drs. 21/2950 entwickelt? Wie viele Logistikunternehmen nutzen welche IT-Lösung? b. Welche Planzahlen gibt es für die Entwicklung? (Bitte monatsweise angeben.) c. Welche konkreten Maßnahmen hat der Senat beziehungsweise die HPA bisher unternommen, um den unter 2. genannten Anteil zu erhöhen? d. Welche Projektkosten sind bisher für die IT-Lösung im Rahmen von SmartPORT angefallen?

2. Welche weiteren Projekte des Senats beziehungsweise der HPA, die zu SmartPORT gehören, haben welchen aktuellen Stand (bitte tabellarisch anhand der Projekte, Ziel/Ergebnis und aktuellen Stand darstellen)? a. Welche Kosten waren für die unter 2. aufgeführten Projekte geplant (bitte Angaben nach Projekten)? Gibt es Abweichungen zu den ursprünglichen Planungen? Wenn ja, welche und warum? b. Was sind die Ergebnisse der vorgenannten smartPORT-Projekte? c. Welche Schlussfolgerungen und weiteren Handlungen leiten HPA und Senat aus den smartPORT-Projekten ab? d. Welche Folgeaufträge wurden bisher aufgrund der smartPORTProjekte vergeben? Welche weiteren sollen noch vergeben werden?

3. Welche konkreten Ziele verfolgen Senat und HPA mit ChainPORT (bitte unter anderem anhand der Digitalisierungsstrategie für den Hafen darlegen)?

4. Welche Bedingungen müssen Häfen erfüllen, um am Netzwerk „ChainPORT“ teilnehmen zu können?

5. Wie hoch sind die Kosten, die die Freie und Hansestadt Hamburg und/ oder die HPA bisher für die a. Konzeption des Netzwerkes, b. Gespräche in Busan und anderen Orten sowie Reisen, c. Gutachten, d. Umsetzung des Netzwerkes, insbesondere Workshops, tatsächlich tragen müssen? Welche Kosten in welcher Höhe hat die Freie und Hansestadt Hamburg beziehungsweise die HPA aus welcher Produktgruppe welches Haushaltsplans bis 2020 eingeplant?

6. An wie vielen Gesprächen mit welchen Ergebnissen haben Senat beziehungsweise HPA bisher teilgenommen? Welche Vertreter der anderen Häfen waren anwesend (bitte für jeden Termin auflisten)?

7. Gibt es einen Zeitplan, welche Maßnahme im Rahmen von „ChainPORT“ bis wann umgesetzt werden soll?

8. Welchen Mehrwert erwartet der Senat beziehungsweise die HPA konkret von „ChainPORT“ für Hamburg?

9. Welche konkreten Themen werden zwischen den Häfen besprochen und in welchem Zeitraum wie umgesetzt?

10. Wie wird die IMO in die Ziele von ChainPORT eingebunden?

11. Welche Ergebnisse hatte die Tagung in Hamburg am 5. April 2016?

12. Werden die Rechnungen für das Hafengeld mittlerweile elektronisch übermittelt? Wenn nein, warum nicht?

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