Michael Kruse

Antrag: Hamburg braucht einen Masterplan Handel

Der Handel ist für die Innenstädte und Stadtteilzentren in Hamburg von essenzieller Bedeutung. Der Hamburger Einzelhandel verfügte 2015 über eine Verkaufsfläche von etwa 2,7 Millionen m² auf der ein Gesamtumsatz von circa 10,7 Milliarden Euro erwirtschaftet wurde. Die Innenstadt innerhalb des historischen Wallrings und nördlich der Ost-West-Straße ist dabei der wichtigste Einzelhandelsstandort. Rückläufige Umsatzrenditen pro Verkaufsfläche sowie die zunehmende Filialisierung und eine verfehlte Flächenpolitik wirken sich zunehmend negativ auf die Hamburger Einzelhandelsstruktur aus. Hinzu kommt, dass die Hamburger Nebenzentren für viele Bürger/-innen an Attraktivität verlieren. So werden gerade für diese Standorte die behördlichen Auflagen, nicht abgestimmte bauliche Maßnahmen im Umfeld oder auch die wachsende Nachfrage im E-Commerce-Bereich zu einer immer größeren Herausforderung.

Dass Hamburg trotz seiner Größe und der komplexen Einzelhandelsstruktur über kein gesamtstädtisches Einzelhandelskonzept verfügt, ist bemerkenswert. Die kleinteiligen bezirklichen Nahversorgungskonzepte in Hamburg reichen nicht aus, um die Herausforderungen, vor denen der Handel aufgrund der Digitalisierung steht, zu bewältigen. Dadurch vergibt Hamburg bisher die Chance, die Entwicklung des Hamburger Handels in dem gesamten Stadtgebiet nachvollziehbar und widerspruchsfrei zu strukturieren und auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen gezielt reagieren zu können.

Dabei steht der stationäre Einzelhandel unter einem enormen Veränderungsdruck, um auch in Zeiten des Onlinehandels und sich verändernder Kundenwünsche konkurrenzfähig zu bleiben. Die richtigen Rahmenbedingungen müssen daher dringend in einem Masterplan erarbeitet werden. Zudem gewinnen die Themen Ausbildung und Fachkräftegewinnung zunehmend an Bedeutung.

Dazu gehören auch die berufliche Qualifizierung und die Entwicklung neuer Berufsbilder in einer immer mehr auf Digitalisierung ausgerichteten Berufswelt. Der Senat ist nun in der Pflicht, durch geeignete politische Maßnahmen für bessere Rahmenbedingungen für die Unternehmen im Einzelhandel am Standort Hamburg zu
sorgen.

Die Bürgerschaft möge beschließen:

Der Senat wird ersucht,

1. gemeinsam mit dem Einzelhandel, dem Handelsverband Nord, dem City Management Hamburg, den Immobilienverbänden, der Handelskammer Hamburg, den BIDs und den Bezirken eine Strategie zur Förderung des Handels in Hamburg zu entwickeln und geeignete Maßnahmen durch einen Masterplan Einzelhandel umzusetzen. Im Rahmen dieser Strategie sind die Kompetenzen und Stärken des Standortes zu analysieren, zentrale Handlungsfelder zu identifizieren sowie Maßnahmen zur Stärkung des Einzelhandels zu definieren. Zu den thematischen Schwerpunkten des Masterplans sollen unter anderem eine Standortstrategie zum Umgang mit den Herausforderungen der Digitalisierung, eine gesamtstädtische Flächenpolitik, die Sicherstellung der Nachwuchsförderung sowie die Entwicklung von Strategien zum Bürokratieabbau zählen.

2. der Bürgerschaft bis zum 31. Dezember 2018 über die Ergebnisse zu berichten.

Der Antrag in der Parlamentsdatenbank ist hier zu finden.

 

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