Antrag: Hamburger Strategie für internationale Gesundheitskunden

Antrag der Abgeordneten Michael Kruse, Dr. Wieland Schinnenburg, Katja Suding, Anna-Elisabeth von Treuenfels-Frowein, Jens Meyer (FDP) und Fraktion:

Die Anwerbung von Patienten aus aller Welt ist in Zeiten knapper werdender Mittel für Krankenhäuser eine relevante Einnahmequelle. Bundesländer wie Bayern werben seit vielen Jahren aktiv und sehr erfolgreich im Ausland, um gut zahlende Patienten für Operationen in bayerischen Kliniken zu begeistern. Der Hamburger Senat behandelt den internationalen Gesundheitstourismus stiefmütterlich. Hamburg verfügt dabei über zahlreiche hochspezialisierte Kliniken und damit über sehr gute Voraussetzungen für die gezielte Anwerbung von Patienten im Ausland. Offenbar nutzt Hamburg dieses Potenzial bisher völlig unzureichend. Im Vergleich zu den circa 500.000 stationär behandelten Patienten in Hamburg pro Jahr liegt der Anteil derer, die aus dem Nicht-EU-Ausland kommen, deutlich unter 1 Prozent (vergleiche Drs. 21/3989 und Drs. 21/4193).

Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass es im Nicht-EU-Ausland seit 2014 lediglich ein Büro gibt, das Hamburger Krankenhäuser unterstützt und sich gezielt an die Bewohnerinnen und Bewohner aus der arabischen Golfregion wendet. Das Projekt der Hamburg Tourismus GmbH „Gesundheitstourismus“ ist im Juni 2014 gestartet und löst eine Initiative aus 2012 ab. Das ist im Bereich Gesundheitstourismus zu wenig, um sich international positionieren zu können, denn nicht einmal 10 Prozent der Patienten aus dem Nicht-EU-Ausland kommen aus den Golfstaaten. Zudem sind die Hamburger Aktivitäten im Bereich der Anwerbung in Dubai sogar zurückgegangen (vergleiche Drs. 21/5714).

Dabei bringen diese Patienten aus dem internationalen Ausland viel Geld für die Krankenhäuser, die dadurch die Behandlung anderer Patienten querfinanzieren können. Zudem reisen Patienten oftmals mit Familie an, um die Behandlung mit einem touristischen Aufenthalt zu verbinden. Hamburgs Krankenhäuser verpassen so immense Einnahmequellen, die zur Verbesserung der Behandlungssituation aller Patienten genutzt werden könnten. Die zuständige Behörde begrüßt zwar, dass sich Hamburger Krankenhäuser in der Versorgung von Patienten aus dem Ausland, die gezielt zur Behandlung nach Hamburg kommen, engagieren.

Die zuständige Behörde geht auch davon aus, dass eventuell erzielte Gewinne der allgemeinen Patientenversorgung zugeführt werden (vergleiche Drs. 21/3989). Dennoch fehlt es an einer qualifizierten Einrichtung, die gut zahlende, internationale Patienten mit den Hamburger Krankenhäusern zusammenbringt. Die Bürgerschaft möge beschließen:

Der Senat wird aufgefordert, 1. eine Standortanalyse der Hamburger Krankenhauslandschaft durchzuführen und darauf aufbauend 2. ein Konzept für die Anwerbung internationaler Gesundheitstouristen zu entwerfen. Dieses Konzept soll a. unter Einbindung städtischer und privater Kliniken sowie von Gesundheitswirtschaft Hamburg erarbeitet werden und b. muss Strategien zur nachhaltigen Steigerung der Patientenzahlen aus dem Nicht-EU-Ausland enthalten. 3. der Bürgerschaft bis zum 31.03.2017 über die Ergebnisse zu berichten.

Hier die Anfrage lesen.

Werden Sie Fan! Folgen Sie Kruse auf seinen sozialen Netzwerken:

Seine Fanpage informiert über Anfragen, Pressemitteilungen und Presseberichte. Hier der Fanpage von Michael Kruse bei Facebook folgen: https://www.facebook.com/michaelkrusefdphamburg

Sein Facebook-Profil informiert über tagesaktuelle Termine: https://www.facebook.com/michael.kruse.75

Hier Kruse bei Google+ folgen: https://plus.google.com/110986231074469708679/post…
Hier Kruse bei Instagram folgen: https://instagram.com/michael.kruse.75/
Hier Kruse bei Twitter folgen: https://twitter.com/krusehamburg
Hier Kruse bei FlickR folgen: https://www.flickr.com/photos/krusehamburg/
Hier Kruse bei YouTube folgen https://www.youtube.com/channel/UCngxBzz3uyWSVUXY9…

Weitere Informationen über die FDP in Hamburg-Nord gibt es unter:
http://www.fdp-hamburg-nord.de

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top