Michael Kruse

Auf einen fairen innerparteilichen Wettbewerb!

Liebe Parteifreundinnen und Parteifreunde,

die nächsten fünf Wochen werden für unseren Landesverband spannende: Es geht um eine grundsätzliche Neuaufstellung, wir wählen uns einen neuen Landesvorstand und eine Liste für die Bundestagswahl. Viele Kandidatinnen und Kandidaten treten für unterschiedliche Posten an, mit unterschiedlichen Konzepten, unterschiedlichen Hintergründen, Erfahrungen, Kompetenzen. Uns alle eint, dass wir das Beste wollen für die liberale Sache und für unseren Verband in Hamburg. Lasst uns auf diesen Werten und diesen Sichtweisen aufbauen und uns einen guten Wettbewerb liefern.

Wettbewerb? Ja, ganz recht. Wir als Partei, die mehr als alle anderen die Stärken von Marktwirtschaft und Wettbewerb betont, sollten uns auch innerparteilich dem Wettbewerb stellen. Er macht die Demokratie nicht nur aus, er sorgt dafür, dass sich Demokratie von allen totalitären und repressiven Staatsformen unterscheidet. Er befördert die Bestenauswahl und sorgt so für eine Akzeptanz in der Partei, die die Basis für eine Unterstützung in der Bevölkerung ist. Wir sollten uns deshalb nicht erzählen lassen, dass der Wettbewerb, den wir in dieser Zeit durchführen, etwas Negatives wäre. Im Gegenteil: Er wird zeigen, dass sich alle Kandidatinnen und Kandidaten mit ihren Stärken einbringen werden, Ihr Bestes aus sich herausholen. Ist es nicht genau das, was wir von den Menschen in der Führung unserer Partei und von unseren Vertreterinnen und Vertretern im Parlament sehen wollen?

Damit Wettbewerb gelingen kann, braucht er klare Spielregeln, das wissen wir Liberale besser als alle anderen. Für den innerparteilichen Wettbewerb heißt die wichtigste Spielregel: Fairplay. Ich bin zuversichtlich, dass wir in den nächsten Wochen einen guten Wettstreit in der Sache haben werden und damit die Basis für die Zukunft unseres Verbands legen. Wie meine Mitbewerberinnen und Mitbewerber um den Landesvorsitz und die Spitzenkandidatur kenne ich den Ausgang der Wahlen nicht. Ich glaube aber an die Stärke des Auswahlmodus und an die motivierende Wirkung von Wettbewerb in einem fairen Rahmen.

In den letzten Jahren ist in unserem Verband ein neuer Stil eingekehrt. Positive Campaigning hat Einzug gehalten. Viele unserer Mitglieder möchten Argumente von den Kandidierenden hören, die auf ihre Vorzüge abstellen und nicht auf die Schwächen der innerparteilichen Konkurrenz. Wenn wir es schaffen, diese neue Kultur in unserer Partei dauerhaft zu etablieren, dann ist das die wahre Basis für nachhaltigen Erfolg – unabhängig vom Ausgang der Wahlen am 24. und 25. April. Deshalb freue ich mich, dass zwischen den Kandidierenden derzeit so ein fairer und guter Ton herrscht – trotz der aktuellen Rivalität, die schon bald wieder vorbei ist und die uns im besten Fall zueinander führt und nicht trennt. In diesem Sinne: Ich freue mich auf einen tollen Wettbewerb mit Euch.

Euer

Michael Kruse

Scroll to Top