Start-ups: So wird Hamburg zur Gründerhauptstadt

Gründer und Start-ups sind einer der wichtigsten Motoren für Hamburgs Wirtschaft und für die Zukunft unserer Stadt. Ich möchte Hamburg daher zur Gründerhauptstadt in Deutschland machen. Was ich tun möchte, damit Hamburg für Gründer und Start-Ups attraktiver wird? Gründen braucht Kultur, Kapital und Köpfe – in diesem Beitrag stelle ich konkrete Vorschläge vor, wie wir das Unternehmertum in Hamburg besser unterstützen können.

Gründerhaupstadt Hamburg - Für Start-ups

Eine neue Gründerkultur für Hamburg

Gründen erfordert Mut, Risikobereitschaft und Unternehmergeist. Und Gründen bedeutet viel harte Arbeit. Menschen, die ein Unternehmen gründen oder sich selbstständig machen, sind oft ganz besonders. Sie wollen sich ausprobieren, sind unzufrieden mit dem Status-Quo, sind hungrig nach Veränderung und Erfolg. Wir brauchen eine Kultur in Hamburg, die das unterstützt. Eine Gründerkultur, die versteht, dass Menschen sich mit Leidenschaft in ein unternehmerisches Abenteuer begeben – und sie darin auch scheitern lässt, ohne sie für alle Zeiten abzuschreiben. Eine Kultur, die hilft, Strukturen aufzubrechen und die darin unterstützt, neue Wege zu gehen. Ich möchte eine Gründerkultur in Hamburg schaffen, die dazu einlädt, zu gründen – mit Rahmenbedingungen, die so gestaltet sind, dass Menschen auch gründen wollen.

Kapital für Gründer: Brücken schaffen

Start-ups und neue Unternehmen brauchen Kapital. Ich möchte daher Brücken von der Finanzierungswelt in die Gründerszene bauen. Das Ziel ist, dass Start-ups besseren Zugang zu Geldgebern und Unterstützern bekommen. Und ich werde einen Vernetzungsturbo starten und dafür sorgen, dass alle, die in Hamburg gründen, sich einfach und schnell mit den bereits etablierten Unternehmen vernetzen können. Ein weiterer Vorschlag dafür: Ein monatliches Gründertreffen mit dem Wirtschaftssenator – in ungezwungener Atmosphäre, um ins Gespräch zu kommen und sich kennenzulernen.

Wahlrecht zwischen Ist- und Soll-Besteuerung

Zu den Finanzen gehört natürlich auch das Thema Steuern. Ich fordere ein Wahlrecht zwischen Ist- und Soll-Besteuerung für alle Unternehmen im ersten Jahr. Bislang ist dies nur für Unternehmen mit maximal 500.000 Euro Jahresumsatz möglich. Das müssen wir ändern und so verhindern, dass junge Unternehmen in staatlich verschuldete Liquiditätsengpässe geraten.

Gründer vor Bürokratie schützen

Ich will Gründer vor Bürokratie schützen! Die Belastungen von Unternehmen durch bürokratische Hürden und Pflichten werden ständig größer. Damit muss Schluss sein! Ich werde daher dafür arbeiten, eine umfassende Bestandsaufnahme unnötiger bürokratischer Auflagen zu erstellen und diese dann Schritt für Schritt abzuschaffen. Dazu zählen für mich vor allem die umfangreichen Statistikpflichten.

Bürokratiefreies erstes Gründerjahr

Der Anfang ist dabei ein bürokratiefreies erstes Gründerjahr: Unternehmen digital anmelden, losarbeiten! Im ersten Jahr soll dann nur die Umsatzsteueranmeldung erfolgen müssen. So können wir das Gründen massiv erleichtern!

One-Stop-Shop Unternehmensgründungen

Gründen ist ein heute ein echter bürokratischer Kraftakt. Unzählige Formalitäten und die unterschiedlichsten Ansprechpartner und Zuständigkeiten. Gefühlt fehlt nur noch der Passierschein A38. Ich will in Hamburg in Zukunft One-Stop-Shop Gründungen ermöglichen. Dazu werde ich alle notwendigen Zuständigkeiten bündeln und einen zentralen Ansprechpartner schaffen.

Anti-Bürokratie-Initiative im Bundesrat

Die Stadt Hamburg kann als Bundesland nur sehr begrenzt etwas gegen viele bürokratische Hürden tun. Ich werde mich deshalb dafür einsetzen, dass wir eine Anti-Bürokratie-Initiative für Gründer in den Bundesrat einbringen und so aktiv die Bundespolitik ansprechen. Dazu wird auch die Forderung nach einem Freibetrag von 30.000 Euro für Kleinunternehmer im Jahr gehören.

Gründungsinitiativen an den Hamburger Hochschulen

An den Hamburger Hochschulen und Universitäten sind unglaubliche Kompetenzen versammelt und immer wieder werden dabei großartige Ideen geboren. Zu Unternehmensgründungen kommt es aber nur selten. Die Rahmenbedingungen für Professoren und Wissenschaftler sind einfach nicht gut genug. Wir brauchen aber mehr wissensbasierte Gründungen! Ich möchte daher eine Gründungsinitiative an unseren Hochschulen starten und dabei beispielsweise Professoren die Möglichkeit geben, unbürokratisch für ein oder zwei Semester zu pausieren, um ein Unternehmen zu gründen.

Gründer in die Schulen

Damit alle jungen Menschen mit dem Spirit von jungen Entrepreneuren in Kontakt kommen, möchte ich, dass Gründer regelmäßig in die Schulen kommen. Wie wäre es mit einem Gründertag in den Tagen vor den Sommerferien in der Oberstufe? Die Zeugnisse sind da geschrieben – eine gute gelegenheit, sich inspirieren zu lassen und auch Schülerinnen und Schülern mit wirtschaftsfernen Elternhäusern die Gelegenheit zu geben spannende Charaktere kennenzulernen.

Fazit: Gründer brauchen Freiheit

Gründen in Hamburg muss in Zukunft richtig Spaß machen: Es sollte einfach und schnell gehen und dabei eine gründungsfreundliche Atmosphäre in der Stadt herrschen. Ich möchte Hamburg zur Gründerhauptstadt machen. Die Hamburger Wirtschaft braucht endlich wieder einen richtigen Ansprechpartner – ich stehe bereit!

Michael Kruse Hamburg Bürgerschaft Kontakt

Foto Hamburg: stock.adobe.com – Mara Zemgaliete

Die Hamburger Wirtschaft braucht einen Ansprechpartner!

Ich möchte der Hamburger Wirtschaft einen neuen Schub zu geben: Runter von der Bremse in der Wirtschaftspolitik! Möchten Sie mehr von meinen Ideen dazu lesen?

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