Endlich weniger Stau in Hamburg! Fünf Massnahmen gegen den Stillstand

Hamburg ist Stau-Stadt Nr. 1 – und das muss sich ändern. Laut einer Statistik des Verkehrsinformationsanbieters „INRIX“ haben die Hamburger Pendler 2018 über 139 Stunden im Stau gestanden und dabei Kosten von über 1212 Euro ertragen müssen. Damit ist unsere Stadt unter den drei Stau reichsten Städten Deutschlands. Ich möchte den Verkehr in Hamburg wieder zum Fließen bringen. Diese fünf konkreten Maßnahmen können dabei helfen.

Michael Kruse Verkehr Stau Hamburg

1. Ampeln: Grüne Welle für Hamburg

Manchmal ist grün ja richtig gut – vor allem dann, wenn Ampeln grün sind. Hamburgs Ampeln sind aber leider nicht gut genug aufeinander abgestimmt. Wir brauchen die Grüne Welle in Hamburg, ganz besonders auf den großen Durchgangsstraßen. Das bringt den Verkehr ins Fließen, verhindert Stau und reduziert Lärm und Schadstoffe. Technisch wäre dies heute bereits möglich, es muss nur umgesetzt werden.

2. Baustellen besser koordinieren

Baustellen sind natürlich nötig, um unser Straßennetz anständig in Schuss zu halten. Aber müssen sie deshalb so schlecht koordiniert sein, wie es derzeit der Fall ist? Ich möchte die Baustellen besser aufeinander abstimmen. Dazu gehört, dass wir die Zahl der Baustellen konsequent auf die Menge reduzieren, die auch gleichzeitig bebaut werden können. Heute werden leider immer wieder Baustellen eingerichtet, der Verkehr damit behindert – und dann passiert lange nichts, weil die entsprechenden Kapazitäten fehlen.

3. Dynamische Verkehrslenkung

Die technischen Möglichkeiten haben sich im letzten Jahrzehnt unglaublich entwickelt. Der Verkehr wird aber noch immer wie im letzten Jahrhundert gesteuert. Wir brauchen endlich eine dynamische Verkehrslenkung in Hamburg. Entsteht an einer Stelle ein Stau, kann so der Verkehr großräumig umgelenkt werden. Dazu müssen wir kontinuierlich Daten über den Hamburger Verkehr erheben, daraus entsprechende Verkehrsmodelle entwickeln und dann mit einer smarten Ampelsteuerung und Verkehrsleitanlagen den Straßenverkehr steuern. Mit Daten könnten wir so zu jeder Zeit mit jeder Situation bestmöglich umgehen.

4. Smarte Parkplätze: Parksuchverkehr reduzieren

Ein viel zu großer Anteil des Verkehrs auf den Straßen sind genervte Autofahrer, die einen Parkplatz suchen. Das nennt man Parksuchverkehr. Diesen können wir mit einem besseren Parkleitsystem reduzieren. Ich möchte aber einen Schritt weitergehen und smarte Parkplätze in Hamburg einführen. Dazu braucht es eine Hamburger Parkplatz-App, mit der Autofahrer bereits im Vorfeld schauen können, wo ein Parkplatz frei ist – um sich diesen dann im besten Fall digital zu reservieren. So würden unnötige Fahrten wegfallen – und gleichzeitig etwas für die Nerven von uns Autofahrern getan werden.

5. Der Nahverkehr muss besser werden!

Je mehr Autofahrer auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen, desto weniger Verkehr und Stau werden wir in Hamburg haben. Dies darf aber nicht mit Zwang, Verboten oder anderen Gängelungen gelingen. Der HVV und der Hamburger Nahverkehr müssen so attraktiv werden, dass Menschen freiwillig umsteigen wollen. Hier kommt die liberale Mobilitätszusage der Freien Demokraten ins Spiel. In unserem Wahlprogramm schreiben wir: “Allen Hamburgern soll ermöglicht werden, mit öffentlichen Verkehrsmitteln die zentra- len Verkehrsknotenpunkte und ihren Arbeitsplatz mindestens so schnell zu erreichen wie mit dem Auto.” Dieses Ansinnen unterstütze ich aus ganzem Herzen. Der HVV braucht dafür insbesondere mehr Kapazitäten, so dass S-Bahnen, Busse und U-Bahnen zu den Stoßzeiten nicht mehr rettungslos überfüllt sind

Fazit: Weniger Stau in Hamburg ist möglich!

Weniger Stau in Hamburg ist kein unrealistisches Versprechen. Es ist möglich, wenn konsequent und nachhaltig gehandelt wird. Es gibt so viele Stellschrauben, an denen eigentlich schnell und einfach gedreht werden könnte und so große Verbesserungen erzielt würden. Lasst es uns anpacken!

Michael Kruse Hamburg

Stau-Foto: stock.adobe.com – Kara

Mobilität bedeutet Freiheit!

Ich möchte den Verkehr in Hamburg wieder zum Fließen bringen. Möchten Sie mehr zu meinen Ideen für eine bessere Verkehrspolitik lesen?

Scroll to Top